Wissenswertes

Inhalt

1. Was muss ich beim Kauf und bei der Installation einer Ladestation für Elektroautos beachten?

2. Welche Autoladekabel und Steckertypen für Elektrofahrzeuge gibt es?

3. Wie weit kann ich mit meinen E-Fahrzeug fahren?

4. Lässt die Akkuleistung von Elektroautos bei häufigem Laden nach?

5. Wo finde ich Elektroladesäulen in meiner Nähe?

6. Wie kann ich an Ladestationen für Elektroautos bezahlen?

7. Kann ich den Ladevorgang zwischendurch unterbrechen?

8. Mit welchen Leistungen kann mein Fahrzeug geladen werden?

9. Ist es für das E-Auto schädlich wenn es länger an der Ladesäule verbleibt?

10. Welche besondere Vorschriften gibt es für das Laden von Elektrofahrzeugen?

11. Was sollte man bei der Planung einer Ladestation beachten?

 

 

1. Was muss ich beim Kauf und bei der Installation einer Ladestation für Elektroautos beachten?

Die Ladelösungen von enviaM gibt es als wandhängende Box (eBox) oder freistehende Station (eStation). Die Boxen sind mit einem und die Stationen mit zwei Ladepunkten ausgestattet. Die Ladeleistung der Line-Produkte beträgt 11 kW pro Ladepunkt, während in der Smart-Variante 22 kW zur Verfügung stehen. Damit kann ein Elektrofahrzeug mit einer typischen Batteriekapazität von ca. 20 kWh innerhalb von 120 bzw. 60 Minuten geladen werden, sofern dies fahrzeugseitig unterstützt wird.

Ein Ladevorgang kann bei einer durch das Elektrofahrzeug begrenzten Ladeleistung von 3,7 kW bis zu 10 Stunden dauern. Die enviaM eLine-Produkte ermöglichen ein sicheres Laden, indem der Stromfluss erst dann aktiviert wird, sofern ein Pilotsignal gemäß dem Standard IEC EN 61851 erkannt wird. Damit ist sichergestellt, dass nur Elektromobile laden können. Außerdem können sie, im Gegensatz zur einfachen 230 V-Steckdose (3,7 kW), mit 11kW laden. 

Die enviaM eStation Smart-Produkte sind mit der neuen standardisierten Ladesteckdose vom Typ 2 ausgestattet. Damit kann eine Ladeleistung bis zu 22 kW (400 V, 32 A) realisiert werden. Der Halter des Fahrzeuges ist dafür verantwortlich das passende Ladekabel mitzuführen. 

Eine enviaM Ladestation bietet zwei Ladepunkte für das gleichzeitige „Stromtanken“ von zwei Fahrzeugen. An einer Ladebox kann an einem Ladepunkt geladen werden. Die Ladeboxen sind standardmäßig nicht mit Schutzeinrichtungen (FI-Schutzschalter Typ B, Leitungsschutz) ausgestattet. 

Ist eine Abrechnungs-/Identifizierungsmöglichkeit notwendig, wie sie beispielsweise im öffentlichen Bereich gefordert wird, nutzen Sie bitte die Produkte der Smart-Linie. Für Kunden/Ladevorgänge im privaten/gewerblichen Bereich sind die Line-Produkte ausreichend.

Für alle Ladepunkte (Anschluss als separates Anschlussobjekt oder in vorhandener elektrischer Anlage) zum Laden von Elektrofahrzeugen mit einer Anschlussleistung von größer bzw. gleich 3,4 kVA besteht, in Anlehnung an die TAB Mitteldeutschland und den darin enthaltenen Vorgaben zu elektrischen Grenzwerten, eine Anmeldpflicht. Die Beantragung übernimmt in der Regel der Installateur, welcher die Ladebox/Ladesäule installiert

 

2. Welche Autoladekabel und Steckertypen für Elektrofahrzeuge gibt es?

Typ1 - Wechselstrom (AC)

ist ein Einphasen-Ladestecker, der ausschließlich für die fahrzeugseitige Ladung verwendet wird.

Die maximale Ladeleistung beträgt 7,4 kW bei 230 V Wechselstrom und 32 A. Dies bedeutet eine recht langsame 1-phasige Ladung durch die geringe Ladeleistung. Der Typ1 Ladestecker ist in Europa eher unüblich er wird überwiegend im asiatischen Raum benutzt.

Fahrzeugbeispiele (Auswahl) für Typ1 - Ladestecker:

  • Nissan Leaf
  • Toyota Prius / Prius Plus / Auris / Yaris Hybrid
  • Chevrolet Volt
  • Mitsubishi Outlander / i-MiEV
  • u.a. 

 

Typ2 - Wechselstrom (AC)

ist der im europäischen Raum am weitesten verbreitete Standardstecker, der die größte Leistungsvielfalt und Flexibilität bietet. Typ 2 – Stecker sind in Europa für die Ladung von Elektrofahrzeugen an sämtlichen öffentlichen Ladestationen Standard. Die Ladeleistung beträgt 3,7 kW bis 43,5 kW. Der Typ 2-Stecker ist für 3-Phasen Drehstrom und dauerhaft hohe Ströme (meist 32A bzw. 22 kW) auf mehrere tausend, Steckvorgänge ausgelegt.

Fahrzeugbeispiele (Auswahl) für Typ2 - Ladestecker:

  • BMWi3
  • Renault Zoe
  • Tesla Model S
  • VW e-Golf u.a.

  

Combined Charging System (CCS)

Das Combined Charging System ist ein Ladestecksystem für Elektrofahrzeuge und unterstützt sowohl das AC-Laden (Wechselstrom) als auch das DC-Laden (Gleichstrom). Durch zwei zusätzliche Leistungskontakte, die eine Ergänzung des Typ2-Steckers darstellen, ist dem CCS-Stecker eine Schnellladefunktion gegeben. (z.B. optional im VW e-Golf, Renault ZOE möglich)

 

CHAdeMO

ist eine elektrische Schnittstelle, die basierend auf Gleichspannung Ladevorgänge des Akkumulators von bis zu 150 kW an entsprechenden öffentlichen Ladesäulen erlaubt. Gewöhnlich erfolgt die Ladung mit 50 kW und wird u.a. von den meisten japanischen E-Fahrzeugen unterstützt.

 

3. Wie weit kann ich mit meinen E-Fahrzeug fahren?

Das hängt von unterschiedlichen Determinanten wie Akku-Leistung, Temperatur, Gelände, Verkehr, Fahrweise etc. ab. 

 

4. Lässt die Akkuleistung von Elektroautos bei häufigem Laden nach?

Nein. Die Akku-Ladezyklen sind für mehr als 1.000.000km Laufleistung entwickelt.

 

5. Wo finde  ich Elektroladesäulen in meiner Nähe?

Auf der Webseite https://de.chargemap.com/ finden Sie alle öffentlichen Lademöglichkeiten. 

 

6. Wie kann ich an Ladestationen für Elektroautos bezahlen?

Aktuell gibt es zwei Bezahlmodelle, anhand des tatsächlich bezogenen Stroms (kWh-scharf) anhand der Ladedauer (zeitscharf).  Zurzeit geht der Trend in Richtung zeitscharfe Abrechnung, damit die Ladesäule nicht als Dauerparkplatz benutzt werden kann.

Bezahlmöglichkeiten:

  • per APP
  • per Barcode
  • per Kreditkarte

 

7. Kann ich den Ladevorgang zwischendurch unterbrechen?

Ja. Der Vorgang kann jederzeit von Ihnen unterbrochen werden.

 

8. Mit welchen Leistungen kann mein E-Fahrzeug geladen werden?

Das ist Fahrzeugabhängig. Bitte entnehmen Sie die zulässigen Ladeleistungen ihrer Bedienungsanleitung.

 

9. Ist es für das E-Auto schädlich, wenn es länger an der Ladesäule verbleibt?

Nein. Das ist für das Fahrzeug und den Akku unkritisch.

 

10. Welche besondere Vorschriften gibt es für das Laden von Elektrofahrzeugen?

Ab einer Ladeleistung größer 3,7 kVA wird ein FI-Schutzschalter, welcher pulsierende Gleichfehlerströme erkennt, zwingend verpflichtend (Normalerweise ein Typ B). Sollte die Ladebox jedoch im selben Stromkreis, wie ein bereits Installierter FI sitzen, ist ein FI Typ A mit EV Erweiterung notwendig.

Des Weiteren sind die Sicherungen im Hausanschlusskasten und die Unterverteilungssicherungen auf ihre Angemessenheit (Selektivität) und die Kabel auf ihre Stromtragfähigkeit zu prüfen.

Insbesondere ist die jeweils gültige TAB und die DIN VDE  0100-722 „Stromversorgung von Elektrofahrzeugen“ und den VDE AR-N 4101 zu beachten. (Auslegung Zählerplätze – haushaltsübliche Belastung vs. Dauerstrom). 

 

11. Was sollte man bei der Planung einer Ladestation beachten?

Folgende Fragen sind im Vorfeld zu beantworten:

  • Standort (öffentlich / nicht öffentlich)
  • Bezahlfunktion (ja/nein)
  • Ladeleistung (11/22/50 oder mehr kW Ladeleistung)
  • Wo bzw. wie soll die Ladestation angeschlossen werden (SLP / RLM / Hausanschluss – max. Netzanschlussleistung im Vorfeld prüfen!)
  • Schutzvorrichtung (FI)